Über

Über mich gibt es nicht viel zu erfahren. Ich bin einfach nur ein Blogger, der seine Gedanken festhalten kann. Tagebücher sind wohl persönlicher und schöner, aber ich gestehe ehrlich, dass mir das Tippen am Computer schneller erscheint als gewöhnliches Schreiben und ich oft Angst habe, dass mir meine eigenen Gedanken entfallen, während ich noch die alten aufschreibe. Es gibt oft so viel worüber ich reden will, worüber ich schreiben will. So viele Dinge die mich bewegen, die ich nicht verstehe und die mir im Kopf herumschwirren. Und all das möchte ich festhalten. Ich weiß nicht mal, ob irgendjemand diesen Blog hier lesen wird. Aber jeder, der Lust hat seine eigene Meinung abzugeben, ist eingeladen alles zu kommentieren! Über die eigene Meinung anderer Menschen freue ich mich immer sehr!

Alter: 27
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
dachte ich, dass die Welt in Ordnung sei. Ich war jung und naiv, wie man in seiner Kindheit sein sollte.

Wenn ich mal groß bin...:
werde ich Deutschland verlassen; meine Familie vergessen und mich auf mich selbst und das konzentrieren, was mich bewegt.

In der Woche...:
bin ich momentan zu Hause und habe Streit mit meiner Familie, bis ich studieren gehe.

Ich wünsche mir...:
endlich hier weg zu kommen und jemanden zu finden, der meine Gedanken versteht.

Ich glaube...:
dass der Sinn des Lebens darin besteht, zu sterben.

Ich liebe...:
Freiheit!

Man erkennt mich an...:
...man erkennt mich einfach!

Ich grüße...:
dich!



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Blog

02.05.2011 Ich atme Musik!

So wie jeder andere Mensch habe ich eine Passion, vielleicht sogar einen Fetischismus. Nur handelt es sich bei mir nicht darum, dass besonders auf Füße abfahre [auch wenn ich bereits des öfteren merkte, dass Hände eine besondere Anziehung auf mich haben], oder dass ich bei Lack und Leder gleich glänzende Augen bekomme. Bei mir spiegelt sich dieser Fetischismus in der Musik wieder. Hierbei liegt mir besonders das Singen sehr am Herzen. Ich würde mich niemals für die beste Sängerin der Welt ausgeben; bei Gott, ich bin eher das Gegenteil. Wenn ich versuche ein Lied bei Singstar nachzusingen, treffe ich zwar die Töne, aber es fragt sich wahrscheinlich jeder wie das sein kann, bei so einem Gejaule. In Tonleitern und vorgegebene Abläufe kann ich mich nicht zwängen lassen. Meine Stimme hat Volumen und Kraft; wenn ich gerade vor Kraft sprotze; Meine Stimme kann aber auch sanft und summig sein, wenn ich gerade romantisch werde oder es mir tatsächlich nicht gut geht. Ob es sich gut anhört, ist wohl eine ganz besonders subjektive Sache. Mir persönlich gefällt meine Stimme, solange ich sie so einsetzen kann, wie ich möchte. Meine Schwester hingegen würde mich am liebsten sofort erwürgen, sobald ich anfange mitzusingen und hasst es, wenn ich auch nur einen Ton raus bringe der sich auch nur ansatzweise nach einer Melodie anhört. An sich sage ich natürlich jedem das seine. Wenn sie keine Musik mag, bitte, dann soll sie nicht singen. Wenn ihr das kindisch erscheint, soll sie das bitte tun. Aber ich brauche das! Musik und Gesang sind für mich zwei mit mir unzertrennbar verbundene Aspekte meines Lebens. Wenn ich nicht frei singen kann, wie es mir gerade beliebt, fühle ich mich eingesperrt und wie hinter Gittern. Als hätte mir jemand eine riesige Schnalle um den Hals gelegt, die mich daran hindert zu singen. Und gerade das ist ein Punkt, der mir in unserem Haus hier nicht passt. In meinem Zimmer kann ich solange so laut sein, wie ich will, bis eines meiner 4 Geschwisterkinder rum meckert; meine Eltern, die schon so oft gesagt haben, sie würde mit mir zum Karaoke gehen, sind genervt wenn ich gut gelaunt Bands wie "Das Niveau" höre und nur meine Freunde stehen hinter mir. Meine beste Freundin singt auch sehr gerne und hat eine gute Stimme, auch wenn unsere Musikgeschmäcker unterschiedlicher nicht sein könnten. Einzig bei asiatischer Musik kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner und dort behindert uns oft die Sprachbarriere am fehlerfreien Mitsingen. Dennoch macht es Spaß! Abends am Lagerfeuer zu sitzen, Gitarre zu spielen und mit Freunden alte Lieder wie "all sommer long" von Kid Rock zu singen, oder im Radio laut gröhlend die aktuellen Songs darzubieten; im Zimmer zu sitzen, mit den dicksten Kopfhörern und in der Luft Schlagzeug zu spielen oder abends auf dem Karmin zu sitzen und im Hintergrund Lovesongs zu hören. Zumindest in meinem Leben ist Musik immer dabei. Auf dem MP3 Player, auf dem Handy, in meinem Kopf. Ich brauche Musik um mich gut zu fühlen, ich brauche Musik um einfach abzuschalten, um abzugehen oder um zu relaxen. Ich atme Musik!

1 Kommentar 2.5.11 17:10, kommentieren

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01.05.2011 Von der Polizei verlacht!

Als 20 jährige Studentin hatte ich bis dato noch nicht viel mit der Polizei zu tun. Doch was ich gestern erfahren musste, hat mich meinen Glauben an das deutsche System verlieren lassen.
Während die Polizei in Filmen oder Serien, wie beispielsweise Cobra 11 oder anderen, als hilfsbereite Menschen dargestellt werden, die für das Gemeinwohl kämpfen und sich auf Recht und Ordnung spezialisiert haben, so sieht die Realität doch ganz anders aus.
Der so genannte "Freund und Helfer" spielt Begebenheiten so weit herunter, dass sie als nicht mehr relevant gelten und der Aufmerksamkeit der Polizei nicht bedürfen.
Die Exekutive unseres Landes handelt erst, wenn ein Mensch bereits tot, verstümmelt oder psychisch am Ende ist. In Deutschland muss erst etwas geschehen, bis sie eingreift. Doch zu vielen Zeitpunkten ist es dann bereits zu spät. Und dies ist meiner Meinung nach ein Fehler im System; eine Unzumutbarkeit für alle besorgten Bürger und ein absolut falsches Verhalten gegenüber allen Menschen


Gestern musste ich Zeugin eben dieses Schauspiels werden und muss sagen, ich war entsetzt, schockiert und im Endeffekt stinksauer. Ich wurde von der Polizei ausgelacht, unterbrochen und verspottet.
Es war gegen 19 Uhr, als mich eine SMS erreichte, deren Inhalt mich bis aufs Tiefste erschütterte. Da ich aus Schutz für meine Freundin keine genaueren Daten angeben möchte, schreibe ich den Inhalt verkürzt auf. Dieser war wie folgt "Ich glaube der spinnt. Hat mir ein Messer an den Arm gehalten und gesagt, ich dürfe mir aussuchen welches Körperteil er mir abschneidet. Redet von tod, verstümmeln und morden. Habe so Angst. Sitze heulend auf dem Klo"
Wenn man eine solche Nachricht, oder auch nur eine ansatzweise ähnliche, bekommt, dann sollte man sofort die Addresse herausfinden, die Polizei anrufen und dort hin schicken. Aber meine Freundin; mit welcher ich sofort telefonierte; wollte mir die Adresse nicht geben, weigerte sich schluchzend und weinend und hatte Angst ihn niemals wieder zu sehen.
An dieser Stelle könnte ich meinen Unmut gegenüber schwachen Frauen ausdrücken, die sich von ihrem Partner misshandeln, schlagen und bedrohen lassen und dennoch bei ihm bleiben, weil sie ihn ja ach so sehr lieben. Ich finde jedoch, dass dieses doch recht komplizierte und heikle Thema einen ganz eigenen Blogeintrag verdient hat. Und hier geht es nun ja auch im Gro um die unglaublich wahnsinnig gute Polizei Arbeit in Deutschland.
Wie bereits erwähnt war meine Absicht sofort die Adresse zu erfahren, die Polizei anzurufen und dafür zu sorgen, dass sie dort rauskommt. Aber sie gab mir die Adresse nicht und ich habe den Fehler gemacht beinahe eine Stunde lang mit ihr zu diskutieren und mehrere Male den Versuch zu machen, ihr die Adresse zu entlocken.
An sich hätte ich einfach die Polizei anrufen sollen, damit die jedes Wohnheim in ungenannter Stadt aufsuchten und meine Freundin aus dem Badezimmer holen sollten.


Nach nun beinahe einer Stunde bekam ich die Adresse, doch ehe ich 110 anrufen konnte, war meine Freundin aus dem Bad gegangen, um sich ihrem Freund zu stellen.
Danach hat sie aufgelegt und ich starb beinahe an einem mittelschweren Herzinfarkt. Immerhin wusste ich nicht was passiert und das letzte, was sie mir sagte bevor sie auflegte war "Es ist alles okay. Keine Polizei. Die Adresse die ich dir gegeben habe ist auch falsch".
An dieser Stelle kann sich wohl jeder vorstellen, dass ich nahezu ausgerastet bin. Eine weitere Freundin von mir; mit dieser war ich mit den Hunden unterwegs gewesen, als die SMS kam; war die ganze Zeit dabei und war genauso schockiert wie ich und wusste nicht was wir tun sollten.
Es folgte ein reger SMS Tausch mit meiner Freundin, in der ich versuchte sie weiter davon zu überzeugen nach Hause zu kommen und schon gar nicht noch eine Nacht da zu bleiben. Ich befand es als dumm und naiv, dass sie nicht einfach ihre Sachen packte und nach Hause kam. Und sei es nur für heute Nacht gewesen.
Aber nein, sie liebte den Kerl ja und wollte unbedingt bei ihm bleiben, während meine Gedanken um Kriminalpolizei, Hubschraubereinsätze und dergleichen tanzten. Ich konnte und kann ihre Entscheidung bei ihm zu bleiben noch immer nicht verstehen.

Nach einer weiteren Stunde hatten wir beiden daheim gebliebenen dann herausgefunden, dass wenn ihr heute Nacht noch egal was passieren würde, wir direkt mit ins Gefängnis gewandert wären. Ihre erste SMS war ein eindeutiger Hilfeschrei und da wir nicht umgehen die Polizei informiert hatten, hätte unsere Handlung als unterlassene Hilfeleistung gegolten und wir hätten uns strafbar gemacht.
Dies ließ uns natürlich noch einmal aufhorchen und erneut mit meiner Freundin telefonieren. Zum einen weil wir ihrem Freund noch immer nicht trauten; auch wenn sie mittlerweile mehrmals beteuert hatte dass "alles okay" sei, dass sie "nur überreagiert" habe und dass "eigentlich alles gar nicht so schlimm gewesen sei".
Mit Verlaub, wenn mein Freund mir eine halbe Stunde lang so einen Mist erzählen und nicht mal aufhören würde, wenn ich heulend und zitternd auf dem Bett läge, der wäre sein Lebtag nicht mehr glücklich geworden. Aber gut, wie gesagt. Dies ist ein anderes Thema.


Im Endeffekt machten wir uns dennoch Sorgen. Zum einen hatten wir ihr angeboten, dass sie einfach die Polizei anrufen sollte, um mitzuteilen, dass alles in Ordnung wäre oder zum anderen machten wir den Vorschlag, dass wir die Polizei bitten würden auf ihr Handy anzurufen, ob bei ihr alles okay sei, damit sie das bestätigen und wir beide einen ruhigen Abend haben konnten. Natürlich machten wir uns Sorgen, auch wenn sie beteuerte es wäre alles okay.
Nach der vorangegangenen SMS und den Telefonaten war es einfach unmöglich sich keine Sorgen zu machen.


Letztendlich beschlossen wir, trotz ihrer harten Widerworte, dennoch die Polizei anzurufen. Im Endeffekt bloß um zu fragen, ob man uns belangen konnte, wenn etwas geschah und zum anderen um zu erfahren, ob man nicht vielleicht doch jemanden hin schicken sollte.
Und hier kommt die großartige Polizeiarbeit ins Spiel, die mir gestern noch den letzten Nerv geraubt hatte.


Als ich die Nummer 110 wählte, war mir ohnehin schon schlecht. Die ganze Aufregung, Sorge und Panik war mir tierisch auf den Magen geschlagen und es ging mir ohnehin nicht gut.
Nach einem Tut meldete sich auch sofort eine männliche Stimme und teilte mir mit, dass ich mit der Polizei sprechen würde.
Daraufhin erzählte ich ihm, dass ich mir Sorgen machen würde, weil eine Freundin mir eine panische SMS geschickt habe, dass sie Streit mit ihrem Freund gehabt hätte und es eben nicht nur bei einer verbalen Auseinandersetzung geblieben sei. Nun habe sie auf dem Klo gehockt, ich habe mit ihr telefoniert und sie sei sehr panisch gewesen.
Jetzt wäre es jedoch so, dass sie wieder mit ihm reden wollte, dafür jedoch nicht mehr auf meine SMS antwortet, was mir große Sorge macht.
Darauf stellte ich einfach die Frage, ob die Polizei nicht bei ihr aufs Handy anrufen könne, nur um zu Fragen ob alles okay ist, damit wir...
und weiter kam ich schon nicht mehr.
Der nette Herr am anderen Ende der Leitung unterbrach mich mitten im Satz, pampte mich an, dass die Polizei über Telefon gar nichts macht. Entweder muss sie selber dort anrufen oder ich müsste mich mit einem konkreten Verdacht an die Polizei in ungenannter Stadt wenden, damit die dort einen Streifenwagen vorbeischickt.
Eine klare Ansage, dachte ich, und wollte dann nur noch sagen, dass an sich angeblich alles okay sei, wir jedoch trotzdem Angst haben. Und wir wollten eben wissen, ob wenn etwas passiert, man uns dafür behelligen könnte.
Aber erneut kam ich nicht soweit. Nach dem ich sagte "ja, sie meint es wäre ja wieder alles okay. Aber was wäre..."
"Mit wenn, falls oder könnte können wir hier nichts anfangen" und es folgte ein erneuter Verweis auf eine andere Polizeistelle.
Nun doch etwas angepisst, aber immer noch sehr höflich versuchte ich nun nur herauszufinden, ob wir wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt werden konnten.
Nach ganzen drei weiteren Versuchen, in denen ich jedes Mal mit dem Spruch "mit wenn, falls oder könnte können wir hier nichts anfangen"abserviert und unterbrochen wurde, hatte meine Laune einen kritischen Punkt erreicht.
Mein Freund und Helfer bei der Polizei nahm mich nicht für voll, befand meine Fragen offenbar für unnütz und sinnlos und hatte mich wohl oder übel längst mit dem Stempel "dumm wie Brot" versehen.
Weitaus energischer und wahrlich gereizt mopperte ich nun ein wenig ins Telefon "Ich möchte doch nur wissen, ob wir beide wegen unterlassener Hilfeleistung dran kommen können, wenn ihr diese Nacht noch etwas geschehen sollte".
Antwort war ein weitaus genervteres "Natürlich nicht!", welches sich anhörte als erkläre er gerade einem dreijährigen, dass alles, was man fallen lässt nach unten fliegt und das "natürlich nicht" anders sein könnte.
Ich befand meine Bürgerpflicht als getan: die Polizei war informiert, meine Freundin behauptete ja es sei alles in Ordnung und ich war absolut das kleine Dummchen, was die kostbare Zeit deutscher Beamten gekostet hat.


Aber nun seien wir mal ehrlich: ich rufe nicht bei der Polizei an, weil ich gerade Lust dazu habe, sondern weil ich mir Sorgen mache! Und in einer solchen Situation wie meiner, so derart abgespeist, verlacht und dauerhaft unterbrochen zu werden, finde ich eine Unart.
Wir zahlen dem deutschen Staat also Steuern, damit uns die Polizei anmeckert. An dieser Stelle ein herzliches Danke schön an die deutsche Justiz.
Nun weiß ich einmal mehr ganz genau, dass in Deutschland erst etwas geschehen muss, bevor die Polizei eingreift! Das nächste mal melde ich mich mit den Worten "Hier liegt eine Leiche. Könnten Sie die bitte abholen?"
und wenn mich jemand fragt, ob ich bereits vorher die Polizei angerufen habe, werde ich ganz trocken antworten "Natürlich nicht! letztes Mal lernte ich nur, dass alles was ich fallen lasse, nach unten fällt"



Vielen, lieben Dank deutsches Polizeisystem.
Ihr seid die Helden der Toten!

1 Kommentar 1.5.11 11:33, kommentieren