02.05.2011 Ich atme Musik!

So wie jeder andere Mensch habe ich eine Passion, vielleicht sogar einen Fetischismus. Nur handelt es sich bei mir nicht darum, dass besonders auf Füße abfahre [auch wenn ich bereits des öfteren merkte, dass Hände eine besondere Anziehung auf mich haben], oder dass ich bei Lack und Leder gleich glänzende Augen bekomme. Bei mir spiegelt sich dieser Fetischismus in der Musik wieder. Hierbei liegt mir besonders das Singen sehr am Herzen. Ich würde mich niemals für die beste Sängerin der Welt ausgeben; bei Gott, ich bin eher das Gegenteil. Wenn ich versuche ein Lied bei Singstar nachzusingen, treffe ich zwar die Töne, aber es fragt sich wahrscheinlich jeder wie das sein kann, bei so einem Gejaule. In Tonleitern und vorgegebene Abläufe kann ich mich nicht zwängen lassen. Meine Stimme hat Volumen und Kraft; wenn ich gerade vor Kraft sprotze; Meine Stimme kann aber auch sanft und summig sein, wenn ich gerade romantisch werde oder es mir tatsächlich nicht gut geht. Ob es sich gut anhört, ist wohl eine ganz besonders subjektive Sache. Mir persönlich gefällt meine Stimme, solange ich sie so einsetzen kann, wie ich möchte. Meine Schwester hingegen würde mich am liebsten sofort erwürgen, sobald ich anfange mitzusingen und hasst es, wenn ich auch nur einen Ton raus bringe der sich auch nur ansatzweise nach einer Melodie anhört. An sich sage ich natürlich jedem das seine. Wenn sie keine Musik mag, bitte, dann soll sie nicht singen. Wenn ihr das kindisch erscheint, soll sie das bitte tun. Aber ich brauche das! Musik und Gesang sind für mich zwei mit mir unzertrennbar verbundene Aspekte meines Lebens. Wenn ich nicht frei singen kann, wie es mir gerade beliebt, fühle ich mich eingesperrt und wie hinter Gittern. Als hätte mir jemand eine riesige Schnalle um den Hals gelegt, die mich daran hindert zu singen. Und gerade das ist ein Punkt, der mir in unserem Haus hier nicht passt. In meinem Zimmer kann ich solange so laut sein, wie ich will, bis eines meiner 4 Geschwisterkinder rum meckert; meine Eltern, die schon so oft gesagt haben, sie würde mit mir zum Karaoke gehen, sind genervt wenn ich gut gelaunt Bands wie "Das Niveau" höre und nur meine Freunde stehen hinter mir. Meine beste Freundin singt auch sehr gerne und hat eine gute Stimme, auch wenn unsere Musikgeschmäcker unterschiedlicher nicht sein könnten. Einzig bei asiatischer Musik kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner und dort behindert uns oft die Sprachbarriere am fehlerfreien Mitsingen. Dennoch macht es Spaß! Abends am Lagerfeuer zu sitzen, Gitarre zu spielen und mit Freunden alte Lieder wie "all sommer long" von Kid Rock zu singen, oder im Radio laut gröhlend die aktuellen Songs darzubieten; im Zimmer zu sitzen, mit den dicksten Kopfhörern und in der Luft Schlagzeug zu spielen oder abends auf dem Karmin zu sitzen und im Hintergrund Lovesongs zu hören. Zumindest in meinem Leben ist Musik immer dabei. Auf dem MP3 Player, auf dem Handy, in meinem Kopf. Ich brauche Musik um mich gut zu fühlen, ich brauche Musik um einfach abzuschalten, um abzugehen oder um zu relaxen. Ich atme Musik!

2.5.11 17:10

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lukrezia / Website (2.5.11 17:16)
Ich kann das nachvollziehen. Ich mag Musik auch sehr gerne. Ich habe sie überall dabei.
Meine eigene Stimme klingt aber auch irgendwie nur für mich gut. :D

lg

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